Freitag, 5. August 2011

Pfunds - Norbertshöhe - Reschenpass - Prad. 57 km und viele Höhenmeter

Heute war der wichtigste Tag der Tour: die Überquerung des Reschenpass und damit der Alpen insgesamt stand bevor.

Ein bisschen Bammel hatte ich schon: mit 1.500 m ist der Reschenpass nicht gerade niedrig. Andererseits bin ich in Spanien auch bis auf 1.450 m Höhe gefahren - es müsste also zu schaffen sein.

Ich also wie gewohnt aufgestanden und erst mal gut gefrühstückt. Also, eines muss ich ja mal sagen: in Tirol kann man gut essen, man bekommt viel für sein Geld und die Leute sind sehr, sehr freundlich! Kein Wunder, dass so viele hierher in Urlaub fahren...

Nach dem Frühstück ging es dann auf die Piste. Pfunds ist der letzte Ort vor der Grenze.

Mein Weg führte mich ein paar km durch die Schweiz: Personalausweis vorzeigen war angesagt. Es gibt auch eine direktere Strecke, die eigentliche Reschenpass-Straße. Aber die ist für Radfahrer zu gefährlich: es herrscht starker Verkehr und es gibt mehrere Tunnels. Tunnels sind für Radfahrer so das Gefährlichste, was es gibt: man kommt vom grellen Sonnenlicht und mit der Funzel am Rad sieht man so gut wie gar nichts. Und den Autofahrern geht es genauso: Sie sehen dich kaum und erwarten auch keine Radfahrer im Tunnel...

Also ging es über die Norbertshöhe, was mir naturgemäß sowieso viel lieber war... ;-)  Auf 6 km waren etwa 400 Höhenmeter zu überwinden. Einen Teil bin ich gefahren, den Rest habe ich geschoben. Angesichts meines Gepäcks und meiner Rennradübersetzung war das nicht anders machbar.

Trotz alledem war es gut zu machen: die Straße war kaum befahren, war gut ausgebaut und so konnte ich gut vorankommen - da war die Strecke über den Fernpass über das Geröll anspruchsvoller, obwohl nicht so hoch.

Von der Norbertshöhe ging es dann nochmal ein ganzes Stück bergab und dann zum Reschenpass wieder bergauf. Das war dann aber nicht mehr so tragisch.

Ich passierte die Grenze zu Italien. Nun war ich in Südtirol - und hatte meine erste Alpenüberquerung hinter mir :-)

Meist fotografiertes Objekt am Reschenpass ist die versunkene Kirche von Graun: der Ort ist dem Stausee zum Opfer gefallen und wurde an anderer Stelle wieder aufgebaut. Die alte Kirche ragt als einziges noch aus dem See...

Danach ging es kräftig bergab. Die Etsch taucht das erste Mal auf - Sie wird mich die nächsten Tage begleiten. Der zugehörige Radweg ist sehr gut ausgebaut: weitab von der Straße und sogar mit weißen Linien rechts und links (braucht kein Mensch...). Mit bis zu 20 % Gefälle ging es ins Tal.

Der Vinschgau begrüßt mich freundlich: es ist ein ganzes Stück wärmer, als auf der Nordseite, die Obstbäume hängen voll und die Sonne scheint. Obwohl die Südtiroler das nicht so gerne hören: für mich bin ich nun in Italien!

1 Kommentar:

  1. mei is das schee....gestern so pfundig musi und alleweil der gude vesper...do denkt mer immer die san so stur dabei sans so nedde leid in denen berschländer ;-)

    ich seh schon : der nächste urlaub geht dann 3 wochen an den gardasee ,mindestens ;-)

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