Mittwoch, 10. August 2011

Roncegno Terme - Bassano del Grappa. 65 km.

Also: die Strecke heute war echt der Hammer - so was von abwechslungsreich - einfach phantastisch! Ich bin selten so eine schöne Tour gefahren - die stellt vieles in den Hintergrund, was ich bisher gesehen habe!

Am frühen Morgen ging es los. Wieder ein Tag mit phantastischen Wetter: strahlend blauer Himmel, klare Luft, keine Wolke, und die Sonne kommt so langsam über die Berge und wirft tolle Schatten.

Das Tal ist zunächst noch breit und es gibt viel Landwirtschaft. Im Laufe der Fahrt wird es sehr viel wilder und unberührter: der Radweg schlängelt sich durch unberührte Natur, über Wiesen, an Biotopen vorbei, durch Wälder...

In der zweiten Hälfte wird das Tal enger, die Brenta wird zum reisenden Fluss. Es geht durch eine Schlucht, durch die sich Straße, Eisenbahn und Radweg zwängen müssen...

Danach öffnet sich das Tal wieder und wird total mediteran: hätte man das Tal bis hier optisch den Alpen zugeordnet, so könnte es nun auch irgendwo in den Apeninnen sein. Einfach klasse!

Ich nehme einen Cappuccino und einen Toast als Mittagessen in einer "Bar Nationale".

Viele Radfahrer kommen mir entgegen - aber diejenigen auf den Carbonmaschinen, mit Trikot, Sonnenbrille und verzerrtem Gesicht, auf der Jagd nach der Bestzeit, die nicht grüßen.

Auf der Brenta üben Kajakfahrer, was zu tun ist, wenn man in der Stromschnelle kentert.

Mein Höhennesser zeigt nur noch 150 Höhenmeter und optisch sieht es noch so aus, wie als wäre ich noch mitten drin - doch da, hinter der nächsten Straßenkurve kommt es: das Ende der Alpen!

Relativ plötzlich hören die Berge einfach auf, und vor mir liegt nun plattes Land: die Poebene! Meine Alpenüberquerung habe ich nun wirklich hinter mir!



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