Eigentlich war für heute gar keine Tagesetappe mehr geplant: ich hatte zuerst vor, mit dem Zug von Rimini nach Bologna zu fahren, um dann dort abends um 11 den Nachtzug zu erreichen.
Dazu hätte ich aber tagsüber noch in Rimini bleiben müssen - in Rimini hatte ich aber eigentlich alles gesehen und so kam ich auf die Idee, die Strecke eventuell mit dem Fahrrad zu fahren - wohl wissend, dass dies ca.130 km sind und dass es knackig heiß werden würde: für den heutigen Tag waren 36 Grad und wolkenloser Himmel vorausgesagt. An der Küste spürt man das nicht so, aber je weiter man in das Landesinnere kommt, um so heißer (und windstiller) wird es.
Aber ich hatte einfach total Lust, noch eine Etappe zu fahren, und so ging es gleich morgens früh los.
Von Rimini ging es zunächst noch ein paar km an der Küste entlang, bis ich dann schließlich ins Landesinnere abbog und weitläufig der Via Emilia folgte (ich hab's mit den Römern :-)
Die Strecke war gut zu fahren, meist über Nebenstraßen und flach wie eine Scheibe.
Schon am morgen um 8 in Rimini zeigte das Thermometer 26 Grad, um 10 Uhr waren es dann schon 30.
Mir macht die Hitze nichts aus - im Gegenteil: ich finde es total klasse, in Flip-Flops und Shorts zu fahren uns das Gefühl zu haben, dass hier wirklich Sommer ist! Solange man fährt, kühlt der Fahrtwind, sobald man stehen bleibt, muss man Wasser nachfüllen. Siehe dazu den Extraeintrag im Blog.
Bis 13 Uhr ging das auch soweit gut - dann würde es aber auch für mich so unerträglich heiß, dass ich öfters mal eine Pause im Schatten einlegen musste.
Die Straßen und Ortschaften sind zwischen 13 und 17 Uhr wie leergefegt: kein Mensch auf der Straße.
Die große Ebene hat kaum Bäume. Die Häuser und der Asphalt sind um diese Zeit dermaßen aufgeheizt, dass man dass Gefühl hat, man geht an einem Saunaofen vorbei, wenn man an einem Haus in der Sonne vorbeigeht. Einfach Wahnsinn. Es hat schon seinen Grund, warum es eine Siesta gibt...
Ich bin in diesen paar Stunden immer ein oder zwei Orte weiter und hab dann wieder Pause gemacht. Bei fast jeder Möglichkeit habe ich wieder Getränke eingekauft. Ich glaube, ich habe noch nie an einem Tag so viel getrunken, wie heute.
Ab fünf wurde es dann wieder langsam besser. Ich näherte mich dann schon den Ausläufern von Bologna. Um 7 war ich dann dort und hatte noch gute drei Stunden, bis ich mich langsam auf den Weg zum Bahnhof machte.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen