Donnerstag, 18. August 2011

Rimini...

Also: das, was ich zuletzt über Massentourismus in Rimini geschrieben habe, muss ich *ergänzen*, bzw. *korrigieren*...

Gestern Abend war ich an der Hauptstrandmeile. Und dort ist Rimini nun doch so, wie man sich den Massentourismus vorstellt...

Eine kilometerlange, schnurgerade Straße, an der sich ein Shop und Restaurant an das andere reiht und wo das Niveau dann doch nicht mehr ganz so hoch ist...

Schon die Busfahrt dorthin war ein Erlebnis: pubertierende Jugendliche gaben alles, um möglichst aufzufallen. Gestylt bis zum geht nicht mehr und Jungs und Mädels getrennt unterwegs - aber nicht ohne die üblichen Anzüglichkeiten von den Jungs an die Mädels und die entsprechend forschen Zurückweisungen von dort.

Als ich dann ausgestiegen war, wälzte ich mich mit der Menge vorbei an immer gleichen Shops, den Hotels und Restaurants.

Interessant war es trotzdem, mal stehenzubleiben und die Leute zu beobachten: ich mache ja gerne meine Sozialstudien... ;-)

Interessant war es, wie die fliegenden Andenkenverkäufer sofort verschwunden waren, als Polizei in Sicht war, um dann kurze Zeit darauf wieder zu erscheinen.

Interessant waren die Hütchenspieler und deren Geschicklichkeit, wo man selbst fast versucht war, mal zu rufen, "ich weiß, wo der Ball ist!", obwohl man weiß, dass man nur verlieren kann.

Publikum dort sind zum Großteil auch hier Italiener, aber auch einige Russen, ein paar Franzosen. Deutsche gibt es ganz wenige. Anscheinend ist der Ruf von Rimini nachhaltig negativ bei Deutschen besetzt.  

Nach zwei Stunden hatte ich genug. In einer rasanten Busfahrt ging es zurück. Der Busfahrer gab alles, um Radfahrern ohne Licht, Motorrollern, die gerade noch eben überholen mussten, und Fußgängern, die unvermittelt die Straße betraten, auszuweichen.

Ich war dann froh, als ich wieder im Hotel war.

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